Hervorgehobener Beitrag

Ein paar Informationen über mich

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Geboren und aufgewachsen bin ich im romantischen Heidelberg. Auch wenn ich seine krummen Gassen und das malerische Schloss über Neckar und Altstadt sehr liebe, wurde es mir dort früh zu eng. Mich zog es nach Berlin, damals noch ‚West-Berlin‘, wo ich in einer WG wohnte und eine linke und progressive Gesamtschule in Neuköln besuchte. Nach dem Abi hielt ich die Steinwüste mit den graden Straßen, die Stacheldrahtzäune und Todeszonen und das platte kiefernbestandene Land nicht mehr aus und floh zurück in den grünen Odenwald, um in Heidelberg Sozialwissenschaften mit Ethnologie im Hauptfach zu studieren.

In den Semesterferien fuhr ich mit meinem Freund in einem als Campingbus ausgebauten VW-TRansporter kreuz und quer durch Europa, von Nordnorwegen bis nach Kreta.  Mein Interesse an fremden Ländern hat mir vielleicht mein Großvater vererbt, der viel reiste,  u.a. bis nach Palästina und Russland. Meine väterliche Großmutter kam  von einer kleinen Insel in Nordnorwegen  und reiste ebenfalls gern, nach England und Italien,und sie studierte  als eine der ersten Studentinnen in Heidelberg.

Institutsumstrukturierungen erzwangen nach einigen Semestern wieder meinen Umzug nach Berlin, wo ich nach einem turbulenten Uni-Streik  die wohl in jeder Hinsicht an- und aufregendste  (Studien)Zeit meines Lebens verbrachte. Meine Magisterarbeit schrieb ich über Josef Conrads ‚Heart of Darkness‘ (bei Fritz Kramer), was angesichts der unübersehbaren Sekundärliteratur auch ein halbes Anglistikstudium erforderte. Mich interessierte Conrads Bild des ‘Wilden’, das nicht rassistisch geprägt ist, wie es ihm viele seiner heutigen Leser unterstellen, sondern von einer subtilen Zivilisationskritik.

Nach dem Studium war ich jahrelang an der Berliner FU als Lehrbeauftragte am Institut für Ethnologie tätig. Nebenbei hielt ich in einigen Stadtteilen auch Seminare als Volkshochschuldozentin. Ein Glücksfall bescherte mir einen gut bezahlten Job beim STERN Berlin, was dazu führte, dass ich dort auch kleinere Sachen veröffentlichen  durfte und meine ersten journalistischen Erfahrungen sammelte. Wann immer es möglich war reiste  ich  zwischen diesen Jobs zu meiner Lieblingsinsel in Griechenland, die mir eine zeitlang zu einer Art zweiten Heimat wurde. Eigentlich beabsichtigte ich dort Feldforschung betreiben. Aber ich wollte nicht Menschen, zu denen ich eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut hatte, als Forschungsobjekte missbrauchen. Stattdessen schrieb ich über die Insel Geschichten.

Kurz vor dem Fall der Mauer ging ich erneut nach Heidelberg, um als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Verband Deutscher Sinti und Roma tätig zu sein. Da zu meinen Aufgaben auch die Betreuung einiger Sinti gehörte, die in der Psychiatrie gelandet waren, weil sie den clash der Kulturen nicht aushielten, entdeckte ich die Familientherapie als lösungsorientierte Behandlung in solchen Fällen.  Im Folgenden setzte ich alles daran,  eine entsprechende Ausbildung zu machen. Dank einer Arbeit in der  Sozialpädagogischen Familienhilfe gelang es mir, mich  am Institut für systemische Therapie, dem  späteren s.g. Stierlin-Institut ausbilden zu lassen.
Anschließen siedelte ich nach  Norwegen über und arbeitete zehn Jahre lang  als Familientherapeutin in dem kleinen Städtchen Hamar. Wohnen tat ich jedoch mitten in dem tiefen, geheimnisvollen Finnenwald an der schwedischen Grenze, wo Wolf und Elch sich Gute Nacht sagen. Nebenbei unterrichtete ich Deutsch an einer der Schulen an meinem Wohnort und an der Volkshochschule, und nach meiner Rückkehr in Deutschland Norwegisch.  In den letzten Jahren pendelte ich zwischen Deutschland und Norwegen, neuerdings  auch Schweden. Und schreibe Bücher.

Meine Interessen? Ich liebe Filme, fotografiere gern, male auch mal,  interessiere mich sehr für Tiere und Verhaltensforschung und singe im Chor. Ich lese viel fremdsprachige Literatur, insbesondere englische und amerikanische,  norwegische und neuerdings auch schwedische Belletristik.

Bin Mitglied der Heidelberger Literaturgruppe litoff: http://www.litoff.de

Und hier folgt eine Liste meiner Veröffentlichungen. Da ich mich nie zwischen Belletristik und Wissenschaft entscheiden konnte, ist mein bisheriges Hauptwerk ein Zwitter:

Der Reisende ohne Schatten, Nachdenken über Migration, Heimat, Identität und Menschenrechte, Verlag Königshausen & Neumann 2013,       368 S.

Das Reich meines Königs, in: FlussAuf, FlussAb, Lothar Seidler Verlag 2014, S. 9-14.     (1. Preisträgerin eines Wettbewerbes für Texte mit Lokalbezug von der litoff-Initiative in Heidelberg).

Hvem er den stygge ulven? Rovdyrdebatten i sosialpsykologisk og sosialantropologisk perspektiv, in: Kulturell identitet og regional utvikling, hrsg. von Thor Ola Engen, Høgskolen i Hedmark Rapport Nr. 8, 2002, S. 242-52.

Tilhørighet i fokus: Bert Hellingers terapeutiske ritualer, in: Fokus på familien, tidskrift for familiebehandling i Norden Nr 3, 2002, S. 169-180.

– „Ich hatte das Gefühl, dass Susanne mich brauchte“. Das Mächen, das niemand haben wollte. In:    AIDS bei Kindern, STERN-Buch 1988, S. 33-46 und:

„Ich habe gedacht: Mir bleibt auch nichts erspart“. Hanna trägt ihr Kind aus. Ebnd       S. 109-122. (Nachdruck in Sucht-Rapport).

Außerdem schrieb ich kleinere Beiträge im STERN Berlin und später in norwegischen Regionalzeitungen. Alles zusammen nicht viel. Aber zur Zeit bin ich dabei, meine älteren literarischen Werke, darunter Romane und Geschichten auszukramen, von denen ich glaube, dass sie das Licht der Öffentlichkeit erblicken sollten.

Ein Dreiecksliebesroman, der auf dem Dilsberg im idyllischen Neckartal bei Heidelberg spielt (die Linde auf dem Foto oben kommt darin vor) und den Titel ‚Schöne Aussichten‘ trägt, wartet sehnsüchtig auf eine/n VerlegerIn. Außerdem habe ich einen Roman angefangen,  der von einer Frau handelt, die an Silvester unterwegs im nördlichen Eismeer ist, ihre Familiengeschichte (halb norwegisch, halb deutsch) und die Ermordung ihrer Schwester reflektiert und plant, ins kalte Wasser zu springen… Titel: ‚Ins Blaue hinein‘.

 

Vermerk

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